Peter Brokmeier
Vorträge
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Eine Auswahl aus den letzten zwanzig Jahren

2012


  • Heidegger und der Humanismus

    Vortrag auf dem Seminar, das vom 2. – 4. März 2012 unter dem Titel Martin Heidegger: "Brief über den Humanismus" im Schloss Meßkirch stattfand. Die Leitung des vom Martin-Heidegger-Archiv der Stadt Meßkirch organisierten Seminars lag in den Händen von Alfred Denker, Holger Zaborowski und Peter Brokmeier.
  • Politisches Denken heute


    Grußwort auf dem Neujahrsempfang der Neustädter Hof- und Stadtkirche St. Johannis in Hannover am 8. Januar 2012

    Zu finden unter der Rubrik Texte.

 

2011


  • Politik und Poiesis – oder wie gelangt das Insichruhen der Dinge in den Raum des Politischen?


    Vortrag auf der Tagung „Heidegger. Natur – Kunst – Technik“, Meßkirch, 25.-28. Mai 2011. Bei der Tagung handelte es sich um das 5. Treffen der Martin-Heidegger-Forschungsgruppe. Die Tagung wurde von Alfred Denker und Holger Zaborowski in Zusammenarbeit mit der Stadt Meßkirch organisiert.

    Zusammenfassung des Vortrags:

    Politisches Handeln braucht ein Maß. Dieses Maß ist unsichtbar, nicht greifbar, aber trotzdem wirksam – dies aber nur unter der Bedingung, dass das Erkennen der Lage und daraus resultierendes Handeln selber in der Lage sind, dem unsichtbaren Maß zu entsprechen. Diese dem Kern des heideggerschen Seinsdenkens nachempfundene Ausgangsthese wird werkgeschichtlich von zwei Enden her befragt und beleuchtet. Das eine Ende umgreift die Daseinsanalytik und zwar dort, wo es um die Zeuganalyse im Weltkapitel von Sein und Zeit geht (§§ 15-18), das andere Ende bezieht sich auf das spätere Ereignisdenken Heideggers und greift eine Notiz des Philosophen auf, in der dieser die „Πόλις“ als Nachbarin der „Ποίησις (Poesie)“ sieht und den Raum des Politischen „als die Burgmitte des Seyns“ bestimmt.

    Der Vortrag versucht, diese Problemstellung entlang bestimmter Leitlinien zu verdeutlichen. Dazu gehören in einem ersten Durchgang u.a. die Umwandlung des Husserlschen Ansichseins der Sachen in das Insichruhen der Dinge bei K. Held; sodann dessen Differenzierung des Zeugs oder Zeugganzen in Gebrauchsdinge (chrémata, veränderlich-beweglich) einerseits und Verhältnisse/Angelegenheiten (prágmata, unveränderlich-ruhend) andererseits; schließlich die Zuhandenheit als eine der Seinsweisen des Seienden und ihre Zuordnung nach F. Volpi zum ursprünglich aristotelischen, jetzt ontologisierten Begriff der Poiesis. In einem zweiten Durchgang richtet sich der Blick auf unser politisches Denken und Handeln. Was die in sich ruhenden prágmata zur entscheidenden politischen Instanz macht, ist ihre Eigenschaft, Verweisungszusammenhänge zu generieren. Verweisungszusammenhänge sind aber das, worauf es in der Politik ankommt. Mit ihnen wird es potentiell möglich, jene Verfügungsmetaphysik zu unterlaufen, von der unser politisches Handeln seit langem beherrscht wird. Dann „(leuchtet) der Zeugzusammenhang auf – nicht als ein noch nie gesehenes, sondern in der Umsicht ständig im Vorhinein schon gesichtetes Ganzes. Mit diesem Ganzen aber meldet sich die Welt“ (Sein und Zeit, S. 75).

 

2009


  • Euthanasie im NS-Staat

    Vortrag am 12. November 2009 im Haus der Region Hannover im Rahmen des Veranstaltungsprogramms der Gedenkstätte Ahlem (vormals „Israelitische Gartenbauschule Ahlem“)

    Aus der Vortragsankündigung: Nach „einem kursorischen Überblick über Umfang und Verlauf der als 'Euthanasie' getarnten Tötungsaktionen im Dritten Reich“ und dem Versuch einer „Einordnung des Geschehens in die NS-Genozidpolitik und in den ideengeschichtlichen Kontext des Rassismus“ befasst sich der Vortrag mit der „Frage nach den spezifischen Ursachen der Euthanasiemorde“. Ihr liegt die These zugrunde, „dass Eugenik und Euthanasie mit einer umfassenden und tiefen Krise der Moderne einhergehen – sie sind Ausdruck dieser Krise und zeichenhaft für die fortschreitende Selbst- und Weltentfremdung des Menschen.“

  • Was ist Zeit?

    Abendvortrag am 30. Oktober 2009 im Jacques' Wein-Depot Hannover-Bemerode

    Aus der Vortragsankündigung: „... In Alltag und Beruf sind wir permanent genötigt, Zeit zu messen und sie entsprechend den von uns gesetzten Zwecken einzuteilen und zu verbrauchen. Das lässt sich nicht ändern, weckt aber die Illusion, als ob wir über Zeit frei verfügen könnten. Die Zeit ist aber nichts Dingliches, nichts Machbares. Sie ist im wörtlichen Sinne un-fassbar. Um sie dennoch in ihrem Wesen zu begreifen, kommt uns ein philosophisches Denken und Sprechen zu Hilfe, das uns die Welt und die Dinge so zu sehen lehrt, wie sie sich von sich selbst her zeigen. Was passiert, wenn wir versuchen, das Zeitphänomen so zu befragen, dass es ohne unser Zutun etwas von sich selbst preisgibt? In Peter Handkes Erzählung Langsame Heimkehr gibt es eine längere Passage, die dem Leser genau dies beispielhaft vorführt. Mein Vortrag versucht, dieser Spur zu folgen.“

  • Paulus oder die kommende Zeit

    Predigt am 1. Sonntag nach Trinitatis, 14. Juni 2009
    in der Neustädter Hof- und Stadtkirche St. Johannis, Hannover
    Reihe Protestantische Profile
    Zu finden unter der Rubrik Texte

  • Das Zerstörte zur Sprache bringen. Zur aktuellen Bedeutung des Gesprächs zwischen Heidegger und Ernst Jünger

    Schlussvortrag zum Seminar über Ernst Jünger: „Der Arbeiter“ und Martin Heidegger: „Zu Ernst Jünger“ (Heidegger Gesamtausgabe Bd. 90). Das Seminar wurde von Alfred Denker, Holger Zaborowski und Peter Brokmeier veranstaltet und fand im Schloss Meßkirch vom 22.-24. Mai 2009 statt.

  • Die Entstehung des Begriffs des Politischen bei Hannah Arendt im Dialog mit dem philosophischen Denken Martin Heideggers

    Vortrag in Münster/Westf. auf einer öffentlichen Tagung des Wolfgang Borchert Theaters am 30. Januar 2009 über das Thema „Die Bühne des Öffentlichen - Das politische Denken von Hannah Arendt“ anlässlich der Aufführung des Schauspiels „Die Banalität der Liebe“ von Savyon Liebrecht
    Zu finden unter der Rubrik Texte

  • Nietzsche oder Macht und Ohnmacht des Nihilismus

    Einleitende Bemerkungen zum Dritten Philosophie-Seminar für Schüler der Oberstufe an der Schule Birklehof, 24./25. Januar 2009

2008


  • Verlorene und erfüllte Zeit. Eine philosophische Betrachtung zu Kohelet 3, 1-15

    Predigt am Sonntag Kantate, 20. April 2008
    in der Neustädter Hof- und Stadtkirche St. Johannis, Hannover
    Reihe Protestantische Profile
    Zu finden unter der Rubrik Texte

  • Botho Strauß und die Lesbarkeit der Zeichen

    Vortrag am 27. Februar 2008 im Institut für Praktische Philosophie REFLEX e.V., Hannover. (Im Programm des Instituts angekündigt u.d.T. „Botho Strauß: Zeitgenössische Unmutsäußerungen, die den 'Schleier der Zeit' zerreißen“).

    Vortragsankündigung: „Nicht wo Gefahr droht, sondern wo vollzogene Zerstörung überhaupt erst entziffert werden kann, wächst auch das Rettende.“ Wie eine Leitidee steht dieser Satz von Botho Strauß über seinem Gesamtwerk. In seinen Stücken, Essays und Prosawerken begegnen wir der Arbeit der 'Entzifferung' in vielgestaltiger Form. Der Vortrag fragt danach, wie der Dichter dabei vorgeht und zu welchen Resultaten er gelangt. Exemplarisch werden dazu unterschiedliche Texte herangezogen wie zum Beispiel „Beginnlosigkeit“, „Die Nacht mit Alice, als Julia ums Haus schlich“ oder die jüngst erschienene Novelle „Die Unbeholfenen“. An ihnen läßt sich zeigen, daß Poesie und Philosophie im Werk dieses Autors sich auf eine Weise verschwistert haben, die es ihm ermöglicht, 'vollzogene Zerstörung' ebenso wie Momente des 'Rettenden' ans Licht zu heben und zur Sprache zu bringen.

  • Heideggers Frage: Was heißt Denken?

    Einleitende Bemerkungen zum Zweiten Philosophie-Seminar für Schüler der Oberstufe an der Schule Birklehof, 26./27. Januar 2008

2007



  • Die verwandelnde Kraft der Sprache oder Botho Strauß liest Gómez Dávil

    Vortrag auf dem vom Instituto Cervantes am 5. Dezember 2007 in Berlin veranstalteten Colloquium „Nicolás Gómez Dávila – Kritiker der modernen Rationalität“
    Zu finden unter der Rubrik Texte

  • Das Telos des Denkens bei Dante Alighieri

    Vortrag im STUDIO ARTISTICO Hannover, 18. März 2007

  • Was heißt politisches Denken? Was haben sich „Philosophie“ und „Politik“ wechselseitig zu sagen?

    Einleitende Bemerkungen zum Ersten Philosophie-Seminar für Schüler der Oberstufe an der Schule Birklehof, 3./4. März 2007

2006

  • Der Begriff des Politischen bei Hannah Arendt

    Vortrag im Rahmen der „Hannah Arendt Lectures“ am 17. Mai 2006, Stadtbibliothek Hannover
    Zu finden unter der Rubrik Texte

2005

  • Dantes philosophisches Projekt

    Vortrag am 20. Juni 2005 im Institut für Praktische Philosophie REFLEX e.V. in Hannover
    Zu finden unter der Rubrik Texte

2004

  • Martin Heidegger: Brief über den »Humanismus«

    Einleitende und zusammenfassende Bemerkungen zu einem Lektüreseminar in Todtnauberg/Schwarzwald, 7.-11. November 2004. (3. Philosophischer Herbst in Todtnauberg, Veranstalter: Annegret Wolfram)

2003

  • Der Mensch als politisches Lebewesen bei Hannah Arendt

    Vortrag auf der von der Ev. Akademie Bad Herrenalb veranstalteten Tagung „verstehen – urteilen – handeln. Hannah Arendts Denkanstöße zur Neubestimmung des Politischen“, 14.-16. Februar 2003

2002

  • Zur Legitimation von Herrschaft bei Dante Alighieri

    Vortrag auf einem vom Philosophischen Seminar der Universität Hannover veranstalteten Symposium „Gewalt und ihre Legitimation im Mittelalter“, 26.-28. Februar 2002

2000

  • Lebensform und öffentlicher Raum. Umrisse einer Philosophie der Politik
    nach Hannah Arendt

    Vortrag auf dem XII. Symposium der ACADEMIE DU MIDI: „Natur, Technik und die künftige Lebensform des Menschen. Wie können und wollen wir im 21. Jahrhundert leben?“ in Alet-les Bains, 12.-17 Juni 2000
    Zu finden unter der Rubrik Texte

1999

  • Alles Politische unterliegt unserer Macht“. Dantes philosophische Theorie der Politik

    Vortrag am 20. Dezember 1999 im Rahmen einer vom Arbeitskreis Mittelalterstudien der Universität Hannover veranstalteten Ringvorlesung mit dem Titel „Zeitenwende – Zeitenende. Umbrüche im europäischen Mittelalter“.

1996

  • Erinnerung und Aneignung – Das Werk Hannah Arendts und die Wissenschaft der Politik Vortrag auf der von der Konrad-Adenauer-Stiftung in Hannover ausgerichteten Tagung mit dem Titel: „‘...aus dem Flüchtigsten gesponnen, das es gibt’: Das Politische im Denken von Hannah Arendt und die Möglichkeiten seiner interdisziplinären Erforschung“, 11./12. Oktober 1996

1995

  • Über die Bedeutung der politischen Institutionen im Werk von Hannah Arendt

    Vortrag auf der von der Ev. Akademie Loccum veranstalteten Tagung „Die Welt des Politischen – Hannah Arendts Anstöße zur gegenwärtigen politischen Theorie“, 27.-29. Oktober 1995

1991


  • Verfügen, Vernichten, Verstummen. Die Rolle der „Euthanasie“ im nationalsozialistischen Herrschaftssystem

    Vortrag in der Volkshochschule Hannover am 14. November 1991 im Rahmen der Vortragsreihe „Anstaltsmord im Dritten Reich – und die Folgen“ der Arbeitsgemeinschaft 9. November '38, Hannover

1989


  • Der Raum des Politischen in der Französischen Revolution

    Vortrag in der Leibniz-Gesellschaft Hannover am 13. Juli 1989



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